Wegbegleiter, die uns bereits verlassen haben
Wenn die Sonne des Lebens untergeht,
leuchten die Sterne der Erinnerung.
Mein geliebter Merlin, mein Lieblingskater, mein treuer Freund über so viele Jahre….
Es war vor 14 Jahren, kaum dass Ilka und ich gemeinsam unsere Wohnung bezogen hatten, stand der Entschluss fest, dieselbe mit Katzen zu bereichern. Ilka wählte eine Norwegische Waldkatze und ich einen kleinen, dicken, unfassbar niedlichen Birmakater.
Ein Katerchen, wie es schöner und lieber und witziger nicht sein konnte. Ein Fellknäuel, unglaublich frech und doch ein wenig tollpatschig.
Du zogst im Alter von 14 Wochen bei uns ein und hast dich direkt wie kaum ein weiteres Tier zielsicher in mein Herz geschnurrt.
Deine Eltern waren große, kräftige Katzen in traumhaften Seal Point, und ich war mir sicher, du würdest ihnen ähnlich werden.
Und ich hatte Recht. Schnell bist du zu einem großen, kräftigen Birmakater herangewachsen. Mit einer traumschönen dunklen Maske und den schönsten tiefblauen Augen, die eine Katze haben kann.
Aber weitaus wichtiger als dein schönes Aussehen war dein Charakter. Liebevoll, verschmust, extrem anhänglich und insgesamt näher an der Treue eines Hundes. Du warst so geduldig mit unseren Kindern, du hast niemals eine Kralle in Richtung unserer Kinder erhoben. Kein Hund und keine fremde Katze konnten dich aus der Fassung bringen.
Alle Gäste unseres Hauses hast du begrüßt und ihnen viele Geschichten erzählt, ja, dein Siam-Erbe ließ dich wirklich viel und oft erzählen. Du warst sehr redselig.
Wir hatten so wunderschöne gemeinsame Jahre und ich habe mir immer wieder eingeredet, dass du sicher hundert Jahre alt werden wirst. Ich sollte mich bitter irren.
Du hast viele Katzen kommen und gehen sehen, deine Salome hast du geliebt. Als sie verschwand, hast du dich aufgegeben.
Das Alter hat an dir genagt, ich habe wohl gesehen, wie der einstmals stolze dicke Kater deutlich an Muskulatur verlor. Dein Körper wurde schwächer, aber deine Seele war fröhlich und munter und redselig wie immer. Kaum ein Abend, an dem du dich nicht in meinen Arm gedrückt hättest. 14 wunderbare Jahre lang.
Als Salome ging, hast du deinen Abschied eingeläutet, und ich wollte es nicht wahrhaben. Du hast abgenommen, noch mehr als sonst, du hast aufgehört, dich zu pflegen. Dein Fell wurde stumpf. Und schließlich, man weiß nicht, ob nicht vielleicht doch auch ein Tumor dahintersteckte, warst du auch noch komplett inkontinent.
Es war ein trauriges Bild, dich so jammervoll leiden zu sehen, und ich konnte es kaum ertragen. Egoistisch habe ich aber an dir festgehalten, ich wollte dich nicht aufgeben. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich wirklich den richtigen Zeitpunkt finde, um Abschied zu nehmen. Ich konnte dich nicht gehen lassen….. musste es aber doch…..:-(
Du hast meine Finger geleckt, als du einschliefst, für immer hast du deine wundervollen blauen Augen geschlossen. Und mir ist das Herz zersprungen, als das Leben aus deinem Körper wich.
Bittere Tränen habe ich um dich geweint. Du fehlst so sehr……
Ich habe dich direkt neben deiner Salome und dicht bei Fay beerdigt. Ich hoffe, du bist glücklich, da wo du jetzt bist, und hast Freude mit deiner Salome. Hier auf Erden hinterlässt du eine Lücke, die kein Wesen zu füllen vermag.
Ich hab dich so sehr geliebt.
Machs gut mein Edelkaterchen….. Ich werde dich nie, niemals vergessen.
Du warst so wundervoll, etwas gaaaaanz Besonderes.
Run free Merlin….
Unser kleiner Schneebesen, du bist nicht mehr…
Dich zu kennen und zu lieben war eins
An einem Herbstabend haben wir dich im Internet gefunden. Eine hochprämierte, schneeweiße Norwegische Waldkatze. Als Zuchtkatze hattest du ausgedient, und es wurde ein Platz für dich gesucht, an dem du dein restliches Katzenleben verbringen konntest.
Sofort waren wir in dich verliebt, und alle Hebel wurden in Bewegung gesetzt, um dich zu uns zu holen.
Und so kam es, dass du im reifen Alter von vier Jahren bei uns einzogst.
„Doreen vom Schneeberg“ war dein Name, doch das schien uns nicht angemessen. Ilka taufte dich Salome, und dir schien der Name zu gefallen. Für mich warst du der Schneebesen.
Es war deine liebenswürdige, leicht zickige Art die mir diesen Namen für dich passend erscheinen ließ.
Anfängliche Scheu und Zurückhaltung wich schnell rassetypischer Anhänglichkeit. DU allein hast immer bestimmt, wann du gekrault werden wolltest, und vor allem wie lange. Wer zu früh aufgehört hat, dir den schneeweißen Pelz zu streicheln, wurde liebevoll, aber beharrlich in den Finger gebissen. Wen du nicht mochtest, den hast du ignoriert.
Wir schätzten uns glücklich, dass wir alle Platz in deinem Katzenherz haben durften.
Wie gern hast du auf dem Balkon gesessen und mit deinen strahlend blauen, bzw. grünen Augen in die Ferne geschaut. Dennoch hatte ich nicht den Eindruck, dass du etwas vermisst. Deine scheinbar große Liebe „Merlin“ war immer in deiner Nähe und ihr habt euch blendend verstanden. Ein Traumpaar wie aus dem Bilderbuch.
So gingen wunderschöne gemeinsame Jahre ins Land und niemand, wirklich niemand hätte sich vorstellen können, dass sich daran so schnell und tragisch entwas ändert.
Wer die Türen offen ließ, ich mag es nicht mehr ergründen, es würde ja auch nichts mehr ändern.
Du hast deine Chance genutzt und die Neugier trieb dich aus dem Haus. Genauso hat vermutlich deine Scheu vor allem Fremden und dein vorsichtiges Wesen dich daran gehindert, dich zu zeigen oder den Heimweg anzutreten.
Alles, wirklich alles haben wir unternommen, um dich zu finden. Wir haben gesucht, die ganze Familie hat das ganze Dorf abgesucht, aber wir konnten dich nicht finden. Tierkommunikatoren haben wir zu Rate gezogen, auch aussichtslos.
Grausame Ungewissheit haben wir ertragen, bis zu dem Abend, als nach fast 8 Wochen ein entfernter Nachbar deinen leblosen Körper in seiner Scheune fand. Und so wich die Ungewissheit der bitteren Erkenntnis, dass du nach fast 8 Wochen in Freiheit und scheinbar auch Zufriedenheit leider doch den Tod gefunden hast.
Dein Körper wies keinerlei Verletzungen auf, scheinbar gut genährt und mit einem Lächeln im Gesicht musst du irgendwie zu Tode gekommen sein. Ich gestehe, ich empfand es fast als Erleichterung, nun zu wissen, wo du bist, die Ungewissheit deiner Abwesenheit war schwerer zu ertragen.
Liebe Salome, schrecklich gerne hätten wir noch viele weitere Jahre zusammen mit dir erlebt, und du hättest gewiss noch deutlich älter werden können. Aber es hat nicht sollen sein. Wir trösten uns damit, einen Platz für dein Grab zu haben, und flüchten uns in die Vorstellung, dass du deine letzten Wochen in völliger Freiheit vielleicht wirklich genossen und ausgekostet hast.
Dennoch fällt uns der Abschied unendlich schwer. Wir werden die weiße Norwegerin mit dem extravaganten Charakter nie vergessen, du warst eine besondere Katze und es war uns eine Ehre, in deiner Gunst zu stehen.
Run free Salome….und grüß Merlin von mir….
Als Du geboren wurdest, regnete es, aber nicht, weil es regnen sollte,
sondern weil der Himmel weinte, da er seinen schönsten Stern verloren hatte.
Jetzt scheint wieder die Sonne, aber nicht weil sie scheinen sollte,
sondern weil der Himmel so glücklich darüber ist, seinen schönsten Stern
wieder bei sich zu haben.
…doch nun weinen unsere Herzen!
Estelle…
Der Name Estelle kommt vom lateinischen Stella „Stern“. In einer Schafherde gibt es gemeinhin Schafe……… und es gibt ganz besondere Schafe. Ein ebensolches war unsere Estelle. Was heißt unsere; Ilkas Estelle !!
Auf der Europameisterschaft 2000 in Einsiedeln in der Schweiz verliebte sich Ilka in die Walliser Schwarznasenschafe. Und zum Geburtstag desselben Jahres, wenig später, bekam sie dann 2 Tiere dieser Rasse geschenkt.
Natürlich waren diese tragend. Bald brachte „Eigi“ Zwillinge zur Welt, leider ohne sich besonders um die beiden zu kümmern. Das Bocklamm starb, und die kleine „Estelle“ kam nicht auf die Beine. Sie konnte einfach nicht aufstehen, warum auch immer.
Aber Ilka gab nicht auf. Estelle zog auf die Wärmflasche im Hamsterkäfig, und mit demselben ins Schlafzimmer. Liebevoll bekam sie die Flasche und immer wieder wurde sie von Ilka auf die wackeligen Beine gestellt. In der vierten Nacht schließlich wurden all die Mühen belohnt, das kleine Nasenlämmchen stand von alleine auf und verlangte nach seiner Flasche.
Fortan war natürlich klar, die Kleine wird niemals nicht unseren Betrieb verlassen. Eine tiefe Freundschaft verband fortan Ilka und ihr Nasenschaf.
Estelle wuchs zu einer wahren „Schönheit“ heran. So schön ein Nasenschaf eben sein kann.
Bald schon musste sie aus dem Schlafzimmer ausziehen und in die Herde ihrer Artgenossen integriert werden. Das gelang auch erstaunlich gut. Und so lebte Estelle seit dem Sommer 2001 in unserer Herde.
Sie war natürlich ein gaaaaaaanz besonderes Schaf. Ihre Artgenossen spielten für sie immer nur eine untergeordnete Rolle. Etwaige Zweibeiner hingegen erregten deutlich mehr ihr Interesse, vor allem natürlich Ziehmutter Ilka. Wenn Ilka sie gerufen hat, kam sie immer freudig blökend auf sie zu gerannt.
Egal, wer sich der Herde näherte, sie begrüßte jeden mit einem sehr freundlichen und tiefen „Bäääh“.
Sehr eindrucksvoll ihr etwas eigentümliches Verhalten. Bei Seminaren etwa ließ sie des öfteren ihre „Kollegen“ allein und stellte sich mal eben einfach zwischen die Zuschauer und deren Hunde. Generell hat sie nie wirklich verstanden, warum alle anderen Schafe meist sowohl Hund als auch letztlich dem Menschen ausweichen.
Estelle hat in vier Jahren vier Lämmer geboren, jeweils immer im Wechsel Bock und Mädel.
Ihre Söhne waren selten besonders hübsch , aber ihre Töchter Esprit und Estefania waren durchaus sehenswert. Letztlich blieb aber keines ihrer Kinder in unserem Besitz.
In ihrem bewegtem Leben hat Estelle wirklich so ziemlich jede Krankheit erfolgreich durchlitten, an der ein Schaf erkranken kann. Besonders schlimm hat sie sicher unter der Blauzunge gelitten, ebenso übel traf sie der Stoß eines Bockes, der sie fast komplett in der Mitte durchgebogen hat. Im Alter zeichneten Arthrosen ihr Gangbild und schließlich sind ihr auch noch ihre Hörner abgebrochen. Von ihren Zähnen hatte sie sich auch schon vor Jahren langsam, aber sehr sicher verabschiedet.
All das hat sie würdevoll ertragen und letztlich hat sie sich wirklich von allen Tiefschlägen erholt.
Sie war sicher keine Schönheit, aber ein Ausbund an Lebensfreude und eine Bereicherung für unsere Schafherde und unsere Familie.
Es war beeindruckend, den Geräuschen zu lauschen, die sie in den letzten Sommern beim „Grasrupfen“ zum Besten gab. Mit Dankbarkeit haben wir erleben dürfen, wie sie immer und immer wieder einen weiteren Winter zwar getroffen, aber keinesfalls besiegt überstanden hat. Letztlich aber war uns allen klar, es kann nicht ewig so weitergehen.
Und als ich schon sicher dachte, unsere Inge Meysel der Schafherde hätte auch diesen Winter überstanden, wählte Estelle scheinbar wohl überlegt den 10. Geburtstag unseres Sohnes Nick für ihren Abgang aus.
Estelle hat uns am 7. Februar 2013 im hohen Alter von 12 Jahren für immer verlassen. Ausgesprochen dankbar sind wir für alles, was wir mit diesem besonderen Schaf erleben durften, für einen unerschöpflichen Vorrat wundervoller Geschichten und Erlebnisse.
Wir sind dankbar für sooooo viele schöne Jahre mit unserer Estellé. Und selbstverständlich hat sich dieses einzigartige Tier somit auch einen Platz auf unserer HP verdient. Mag sein, sie war nur ein Schaf, aber sie war etwas gaaaaaaaaaaaaanz besonderes. Wir werden sie wohl nie vergessen.
Ein einzigartiges Schaf hat sich aufgemacht über die Regenbogenbrücke.
Mach’s gut Estellé , und vielen Dank!

Für uns ist es der Sonnenuntergang, für dich aber ein Aufgang…
Bergschaf Bärbel

Sie war „nur“ ein Schaf.
Ein schlichtes Bergschaf, sehr groß zwar, aber nicht mal besonders hübsch. Aber sie war ein ganz besonderes Schaf . Mit einem einmaligen Charakter und dem Lebenswillen eines Dinosauriers.
Bärbel kam vor vielen Jahren im Tausch gegen einen Bock zu uns. Ilka war direkt verliebt in dieses riesige Schaf mit den freundlichen Augen und den unheimlich langen Ohren. Bärbel und Ilka bauten eine wirklich innige Freundschaft auf, und irgendwann schon hörte Bärbel auf ihren Namen und kam auf Zuruf.
Mich hat sie oft zum Wahnsinn getrieben, und oft habe ich an einen Aufenthalt mit Bärbel in der Wurstküche des Metzgers meines Vertrauens gedacht. Das hätte Ilka aber niemals zugelassen.
Bärbel hatte im Leben nicht immer Glück. Sie hatte drei Totgeburten in Folge. Nach dem letzten Versuch haben wir sie nicht mehr decken lassen. Irgendwann hat sich irgendwas auf der Lunge niedergeschlagen und sie litt etwas unter einer schweren Atmung.
Die Grande Dame unserer Schafherde genoss fortan den Sommer auf der Weide mit den Blackfaceschafen und kümmerte sich im Winter hingebungsvoll um die abgesetzten Lämmer, die zur Weiterzucht bleiben sollten. Die Blauzunge hat 2007 auch Bärbel nicht verschont, die damals schon mindestens 7 Jahre alte Dame hat aber eisern gekämpft und natürlich haben wir alles getan, um sie zu retten. Das ist uns dann auch soweit gelungen.
Bis zu diesem Sommer lief also alles weiter wie gewohnt. Aber Bärbel wurde älter und älter.
Die meisten Schafe gehen ab einem gewissen Alter eben den Weg jedes Nutztieres . Bärbel natürlich nicht. Bärbel genoss die Jahre auf der Weide und hatte ein wirklich schönes Leben, von etwaigen persönlichen Tiefschlägen mal abgesehen.
Am 29. August 2010 haben wir sie einschlafen lassen. Ihre Kraft ging zuende und die Oma der Nation hat ihre Augen in Ilkas Armen für immer geschlossen. Wie alt sie nun wirklich war, bleibt ihr Geheimnis, aber eben deutlich über 10 Jahre. Sie war wirklich ein einzigartiges Schaf und hat sich dadurch natürlich auch einen Platz auf unserer HP verdient.
Ich selber hätte nicht gedacht, dass ich das „Urvieh“ doch so sehr vermissen würde, aber wirklich, sie fehlt. Es fehlt das monoton sonore „Bäääääääääh“ wenn man zur Weide kommt, es fehlt der Hügel , der sich wie die uralte Morla aus Michael Endes Unendlicher Geschichte aus der Blackieherde erhebt, es fehlt der Kopf mit den fleischigen langen Ohren, der sich beim Melken an einen ranschiebt und es fehlt ihr tiefes schweres Atmen, das mich immer schwer an Darth Vader erinnert hat.
Eines von Ilkas allerliebsten Schafen hat den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten, und die gesamte Familie Haus wird „unsere Bärbel“ schwer vermissen.
Den schönsten und treuesten Blick. den ein Schaf haben kann. werden wir aber sicher niemals vergessen, und Bärbel wird immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben.
Sie war einfach ein echtes Unikat und ein ganz besonderes Schaf, ein einzigartiges Tier….
Machs gut, Bärbel!





