Aufregende Tage liegen hinter uns, und das alles überschattende Ereignis ist diesmal wohl ohne Zweifel die diesjährige Deutsche Meisterschaft der Hütehunde in Hessisch Lichtenau.
Jeder, der mich kennt, weiß, wie aufgeregt ich schon Tage vorher war. Nachdem meine geliebte Kerry mich ja 2018 erstmalig ziemlich überraschend ins Finale gebracht hat, war mein innigster Wunsch, dieses Erlebnis einmal mit meiner über die Maßen vergötterten Pina zu teilen. 2 Jahre lang bin ich mit diesem Plan kläglich gescheitert, und wieder war es soweit – Deutsche Meisterschaft vom 24. bis 26. September 2021. Und wieder in Hessisch Lichtenau. Ich schwankte zwischen blanker Nervosität und höchter Motivation. Pina indess verstand die Aufregung meinerseits sicher wieder mal nicht. Wie auch immer….
Donnerstagabends habe ich mich mit Pina, Moon und Yuma im Wohnwagen „häuslich“ eingerichtet in Hessisch Lichtenau, und freitags gings los. Unter den recht strengen Richteraugen von James P. McGee und Martin Fineey gelang mir wahrhaftig ein recht vielversprechender Lauf mit 166 Punkten, der mich dem Finale recht nah brachte und somit meine Nervosität nicht minderte. Unter derartigem Druck durfte ich am Samstag sehr lange auf meinen Start warten. Startnummer 39 … !
Dank guter Freunde war ein Schnaps vor Ort, den ich mir tatsächlich doppelt vorm Start einverleibte. Und wahrhaftig, es ging halbwegs gut. Nicht so schön wie der Start am Freitag, deutlich nervositätsüberlagert trotz Hochprozentigem, gelang es mir doch, das Ticket ins Finale zu lösen :-)))))))
Niemand, der nicht dabei war, kann sich meine Erleichterung und meine Freude vorstellen. Es war ein fantastisches Gefühl!!!! Voller Stolz blickte ich auf meine tapfere Pina und unweigerlich verlor ich sowohl vor Freude und Erleichterung als auch im Gedenken an ihre Mutter Kerry ein paar Tränchen.
FINALE 2021, mit meiner Pina….Wahnsinn! Erstaunlich gelassen nahm ich dann das Finale am Sonntag, anfangs!
Die Nervosität stellte sich natürlich wieder ein, je näher der Start kam. Ich gebe zu, mit Pina war ich etwas besser vorbereitet als damals mit Kerry, dennoch ist ein solch schwerer Kurs schwer zu üben und ein Double Gather mit großem Shed ist alles andere als einfach. Unter dem olympischen Gedanken, aber dennoch etwas ehrgeizig betraten wir das Feld. Der erste Outrun klappte mit nur einmal Nachpfeifen erstaunlich gut und schürte meinen Ehrgeiz. Dann das Look back, unterirdisch, aber letztlich trotz aller Fehlversuche erfolgreich. Und eh ichs mich versah, hatte Pina die zweite Gruppe Schafe gefunden und zielsicher gebracht. Damit hatte ich fast nicht gerechnet und sah mich nach einem einigermaßen guten Treiben dem Shed gegenüberstehen.
Gänzlich nervös und hinreichend überwältigt gelang mir mit einem Fehlversuch auch dieser erstaunlich gut, und die vier markierten Damen waren bereit zum Pferchen. Als die Tür hinter denselben zuschlug, fiel alle Anspannung von mir und vermutlich auch von Pina! GESCHAFFT!!!!!!!!!!!!!!!!! Wir hatten es wirklich geschafft.
Schlussendlich wurden wir mit einem hervorragenden 6. Platz belohnt, und meine Freude kennt kein Halten mehr. Meine treue Pina, die Enkelin meiner einzigartigen Heaven und Tochter meiner Kerry lässt die Greifental-Fahne im Finale wehen. Platz 6, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Es ist so großartig und ich freu mich tierisch!!!!!!! Ich danke meiner Pina ein weiteres Mal, dass sie sich den A…. für mich aufgerissen hat und so tapfer gekämpft hat. Die Freude wird noch einige Zeit anhalten, und ganz sicher ist, von diesem Wochenende werde ich noch lange zehren. Diese Freude nimmt uns niemand mehr :-)))))
Es war großartig!!!!!! und Pina hat natürlich jetzt die Heiligsprechung. SANKT PINA!!!! 🙂
Natürlich sind auch die Geschehnisse zuhause nicht minder aufregend. Aber anders. Unser E-Wurf hält uns gewaltig auf Trab. Die Welplinge sind mächtig munter. Obwohl schon bald der Umzug ins neue Heim ansteht, sind die Namen immer noch nicht final ausgesucht. Stattdessen widmen sich die Greifentalerchen mehr der frühkindlichen Prägung. Autofahren, Ausflüge ins Feld und ganz viel Spielen mit jedem, der zur Verfügung steht, stehen auf dem Tagesplan. Ruby wirkt langsam etwas angenervt von der munteren Bande und das mit Recht. Es sind wirklich sehr lebhafte Welpen und auch noch gleich 8 davon, das sorgt für bestes Entertainment. Bald droht der Abschied, und wie immer sehen wir diesem mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen.
Natürlich wird es nicht langweilig. Ilkas Katzen erwarten Nachwuchs, sowohl Xantia als auch Grace sind tragend, und somit bleibt keine Zeit zur Ruhe. Die Hundekinder ziehen in wundervolle neue Heime, und derweil purzeln vermutlich die nächsten Maine Coons auf diese Welt und fesseln uns an die Katzenwurfkisten. Außerdem wird in Kürze ein neuer Kater einziehen. Also auch bei den Griffindale’s Maine Coons bleibt es spannend. Mehr dazu bald unter www.Griffindales.de.
Seminieren waren wir auch. Wieder am wunderschönen Bodensee, in Halver und in Neustadt an der Weinstraße. Weitere Seminare stehen noch an in Donaueschingen, nochmal in der Pfalz, in Halver und in Sachsen. Es wird also noch nicht ruhiger….
Die Schafe werden in den nächsten Tagen in Zuchtgruppen sortiert und unsere Böcke werden wohl ihre Arbeit aufnehmen.
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