Das erste Update 2025 Unsere Familie und die Greifentaler sind wohlbehalten und höchst motiviert ins neue Jahr gestartet. Klein Hugo hat die ersten Schritte im Arbeitsleben gemacht und zeigt sich wie schon erwartet deutlich vaterlastiger. Also will sagen, sicher kommt er mehr nach seinem Vater als nach seiner Mutter. Hugo agiert überlegt und souverän und verursacht keinerlei Unruhe bei den Schafen, lernt schnell und zeigt direkt am Anfang seiner „Karriere“ schon beeindruckende Flanken und sehr gute Ideen. Das könnte sich sehr gut entwickeln, wir sind gespannt. Aber wir lassen es langsam angehen, der „Kleine“ ist ja noch sehr jung. Wir brauchen jetzt nochmal einen passenden Fotografen im richtigen Moment, der Hugo auch mal vernünftig ablichtet. Da wird sich sicher jemand finden.
Gin begeistert mich täglich mehr. Sie wird immer besser und es wäre wirklich angeraten, sie auf einem Trial zu starten. Ich bin total motiviert und sie ist es augenscheinlich ja sowieso auch. Aktuell wäre ich aber auch begeistert, wenn sie sich der Läufigkeit mit gleicher Motivation nähern würde. Und ich wäre nicht der Einzige, auch Yaki würde sich sicher freuen. Er und ich fiebern also Gins Läufigkeit entgegen 🙂 und es könnte nun auch täglich soweit sein. Wenn Gin denn dann möchte, würde hoffentlich der Greifental I2 -Wurf in „Produktion“ gehen. Eine Verpaarung. auf die ich extrem gespannt bin. Dem D2-Wurf ja nicht so unähnlich. Die Spannung steigt!
Auch die Hunde der Offenen Klasse machen mir durchweg Freude. Tilda gilt es, etwas auf den Flanken zu bremsen, sie übertreibt es aktuell schon etwas mit der Weite der Flanke. Komisch, dass ich das über diesen Hund mal schreiben würde. Yaki läuft super und ich bin froh, ihn im Ranking für die Meisterschaften tüchtig nach vorne platzieren zu können. Yuma müsste bitte auf einem Wettkampf auch mal zeigen, wie gut es zuhause klappt. Aber ich bin sehr zuversichtlich. Sie wird etwas ruhiger und entspannter. Unglaublich, wie sehr sie mich an meine Kerry erinnert. Fast schon beängstigende Ähnlichkeiten.
Richtig schön ist es, dass auch unsere „alten Damen“ noch bei bester Gesundheit und bester Laune im Rudel und bei der Arbeit mitmischen. Die gute Moon mit nun bald 13 Jahren, meine geliebte Pina mit fast 12 Jahren, beide putzmunter und fröhlich unterwegs. Klar, man sieht das Alter, aber sie halten sich beide sehr wacker und wirken bisher weder dement noch von irgendwelchen Wehwehchen gezeichnet. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl. Und nicht zuletzt die gute Ruby die überhaupt nicht zu altern scheint. Es ist schön, wenn man so entspannt auf alle seine Hunde schauen kann.
Genauso schön ist derzeit der Blick auf die Schafe, die hochschwanger auf ihren Winterweiden grasen. Schade nur, dass dieser Blick etwas getrübt wird von der permanenten Angst vor dem Wolf, der drohenden Blauzungenwelle 2025 und nun, zur Krönung, auch noch der Maul- und Klauenseuche, die erstmals seit 1988 wieder in Deutschland ausgebrochen ist. Das macht einem in der Summe leider die Freude an der Schafhaltung etwas zunichte. Aber mit etwas Glück und gutem Handling werden wir vielleicht auch diese Krise überstehen. Ersterem Problem wäre ja eigentlich am leichtesten beizukommen durch eine gezielte Begrenzung der Population, hier ist die Politik eindeutig gefragt. Man wird sehen.
Unsere Rinder machen nach wie vor ebenfalls größte Freude. In den nächsten Tagen werden die notwendigen obligatorischen Blutproben genommen, und da wird sich dann auch zeigen, ob Kordula wirklich tragend ist. Wer hätte gedacht, dass mal so derart witzige Flauschmuhs auf dem Gehöft stehen. Auf alle Fälle sind sie wirklich weitaus pflegeleichter als ich gedacht hätte. Der erste potenzielle Kanditat als neuer Zuchtbulle wird in den nächsten Tagen angeschaut, und wenn’s passt, zieht dieser dann zu den Damen. Damit wäre die kleine Herde dann erstmal komplett. Und reif für eine extra Seite auf der HP, das kommt dann noch.
Die Tage werden schon erfreulich länger, die dunkelste Zeit liegt hinter uns. Zum Glück! Der Trial- und Seminarkalender füllt sich bereits und ich plane schon die ersten Touren. Mit etwas Geduld wird es bald wieder leichter, am Abend noch zu trainieren und das Vieh bei Tageslicht zu versorgen. Wir steuern bereits der Lammzeit unserer Bergschafe und Ziegen entgegen. Quasi das Warm Up vor der großen Lammung im April. Sehnsuchtsvoll hoffe ich, alsbald die Rufe der heimkehrenden Kraniche zu hören, aber auch da muss ich mich wohl noch etwas gedulden.
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