Zum Züchterleben gehört es wohl auch, dazu Niederschläge hinnehmen zu müssen. Einer unserer Welpen hat uns verlassen. Der „kleine Hobbit“ wollte aus ungeklärten Gründen einfach nicht mitwachsen, und trotz all unserer Bemühungen haben wir es nicht geschafft, ihn aufzuziehen und bei uns zu halten. Daher gibt es leider einen neuen Eintrag unter Memoriam. Und so sehr uns der Verlust dieses Welpen auch deprimiert, so viel Freude haben wir an dem merligen Quartett, das uns nun weiter voll auf Trab hält. Die bunte Bande verbringt immer mehr Zeit im Außenauslauf, fährt schon brav im Auto mit und genießt sichtlich kleine Ausflüge ins Feld mit der fürsorglichen Mama Yuma und dem ein oder anderen Zweibeiner. Das Entertainment-Programm für die untermehmungslustigen Greifentalerchen läuft auf Hochtouren. Leider sind wir immer noch in Punkto Namensfindung innerfamiliär sehr gespalten. Nur das Yuma-Double-Söhnchen, und offensichtlich Lieblingswelpe von unserem Sohn Nick, „hört“ schon auf den Namen „Hugo“… Na, immerhin…
Unsere Lammzeit lief ebenfalls hervorragend und hat mit Lamm Nummer 76, einem Herdwick-Böckchen, ein gutes Ende gefunden. Rückblickend lässt sich ohne Frage sagen, dies war die mit Abstand schönste und unkomplizierteste Lammzeit seit langem. Zwar sind die Bocklämmer ganz klar in der Überzahl, aber alle Lämmer sind fröhlich und fit, 98% kamen ganz ohne meine Hilfe zur Welt, bei zwei Damen habe ich ein wenig geholfen, aber auch das war unkompliziert. Trotz des unfreundlichen Wetters mit all seinen Aprilkapriolen gedeihen die Lämmer prächtig. Gras wächst auch, also so gesehen alles bestens! Bleibt zu hoffen, dass der versprochene Impfstoff gegen die Blauzunge uns zeitnah zur Verfügung steht. Und etwaige Wölfe einen großen Bogen um unsere Herde machen. Dann würde die Schafhaltung auch wieder mehr Pluspunkte auf der „Freudeseite“ haben, und man müsste sich weniger Sorgen um die Zukunft machen. Na, mal abwarten….
Die ersten Schafe, also Böcke und Jährlinge, sind schon geschoren. Ein Anfang ist also gemacht. Der Rest ist Ende Mai fällig. Die Wolle muss verschickt werden. Es mangelt also mal wieder nicht an Arbeit.
Dazu passend brechen wir auf zu den ersten Seminaren. Gleich am Anfang gehts auf die weitesten Touren, ab nach Zittau und dann nach Donaueschingen. Die ersten Touren werden wohl noch ohne Yuma stattfinden, die muss ja zuhause bei den Kindern bleiben. Aber Gin wird sie sicher würdig vertreten.
Unsere Hofschwalben sind auch aus ihrem Winterquartier zurück. Es könnte also langsam richtig Frühling, und hoffentlich dann Sommer werden….
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